Keine Tiertransporte bei Hitze!
Ein Moratorium für Tiertransporte bei Hitze fordert die bayerische Landesarbeitsgemeinschaft Tierschutz und Tierrechte der Partei DIE LINKE. Mehrere dramatische Zwischenfälle der vergangenen Woche zeigen die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme.
Die hohen Temperaturen der vergangenen Woche haben zu zahlreichen Zwischenfällen bei Tiertransporten geführt. So wurden auf der A1 143 völlig ausgetrocknete Schweine aus Frankreich auf dem Weg in einen polnischen Schlachthof dank Hinweisen aus der Bevölkerung vor dem Hitzetod gerettet. Auf der A5 wurde ein Transporter mit 4500 Hühnern in elendem Zustand von der Polizei gestoppt. 500 Tiere sind bereits vor Ort an Austrocknung verstorben, weitere 500 Tiere dürften nicht mehr zu retten sein. Auf der A3 bei Altdorf konnten 758 Schweine nur durch Hinweise der Bevölkerung von der Feuerwehr vor dem Überhitzungstod bewahrt werden.
Auch wenn viele Tiertransporte im Alltag weniger spektakulär verlaufen, für die Tiere bedeuten die hohen Temperaturen Stress und Leid Als Sofortmaßnahme fordern wir daher ein Moratorium für Tiertransporte bei Hitze.
Langfristig fordert DIE LINKE die Länge von Tiertransporten zu begrenzen. Schlachtungen sollten grundsätzlich am nächstgelegen Schlachthof erfolgen, Transportzeiten auf 4 Stunden beschränkt werden. Auf europäischer Ebene ist eine Reform der Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport in den Augen von Hölzl überfällig. Unter anderem soll nach den Vorstellungen der linken Tierschützer die Toleranz von 5° bei Überschreitungen der zulässigen Höchsttemperatur von 30°C innerhalb des Transportfahrzeugs abgeschafft werden und strengere Regelungen zur Klimatisierung der Fahrzeuge eingefügt werden. Insbesondere sollen die Regeln für alle Tiertransporte gelten, nicht nur für Transporte über 8 Stunden.
