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Tierschutz als kommunale Aufgabe

Stefan Hölzl

Mit einem Änderungsantrag zu den kommunalpolitischen Eckpunkten zeigen wir tierschutzpolitische Handlungsmöglichkeiten vor Ort in Bayern Kommunen auf.

 

 

Über 60 % der Ausgaben für öffentliche Beschaffung fallen auf die Kommunen. DIE LINKE setzt sich daher für ein nachhaltiges kommunales Vergabe- und Beschaffungswesen unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Kriterien ein. Bei der Lebensmittelversorgung in kommunalen Einrichtungen sind auch Tierschutz-Kriterien zu berücksichtigen.

Auf kommunaler Ebene setzen wir uns für eine kostendeckende Finanzierung von Tierheimen ein. Der Freistaat soll die Kommunen dabei durch die Übernahme von Investitionskosten unterstützen.

Weil Armut auch den Futternapf erreicht hat, fordern wir die Förderung von Tiertafeln. Für bedürftige Menschen wollen wir die Kosten der Kastration freilaufender Katzen übernehmen. Ein kommunaler Härtefallfonds soll Menschen mit geringem Einkommen bei der Bezahlung einer tierärztlichen Versorgung unterstützen.

Wildtiere können auch bei gutem Willen in Zirkussen nicht artgerecht gehalten werden. Der Zirkus als kulturelle Institution ist nicht auf Tierleid angewiesen. Bis zu einer Regelung auf Bundesebene spricht sich DIE LINKE für ein Wildtierverbot in Zirkussen auf kommunalen Flächen aus.

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